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Leistungsdiagnostik


Trainieren Sie mit Pulsuhr? Oder planen Sie künftig herzfrequenzorientiert zu trainieren? Dann kommen Sie um einen Laktattest nicht herum. Durch die Bestimmung der Laktatkonzentration im Blut kann man sichere Schlüsse über die individuellen Herzfrequenz-Trainingsbereiche und die aktuelle Leistungsfähigkeit ziehen.
Bevor ein Laktattest durchgeführt werden kann, hat eine internistische Untersuchung zu erfolgen, um die Unbedenklichkeit einer Herz-Kreislaufbelastung abzuchecken.

So funktioniert ein Laufband/Ergometer-Stufentest mit Laktatmessung

Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch führen wir mit Ihnen einen Stufentest auf einem Laufband oder Ergometer durch. Bei ruhigem Lauftempo (Radtempo) wird der Test begonnen und alle 5 (4) Minuten erfolgt die Abnahme von Blut aus dem Ohrläppchen. (So viel Zeit ist notwendig, bis die Veränderung des produzierten Laktates auch im Ohrkapillarblut messbar geworden ist) Die Geschwindigkeit wird nach jeder Stufe um 1 km/h (40Watt) gesteigert. Dieses Prozedere wiederholen wir, bis Sie die aerob-anaerobe Schwelle überschritten haben bzw. Sie an Ihrer derzeitigen Ausdauerleistungsgrenze angekommen sind.
Ergänzend zu der erreichten Geschwindigkeit und den Laktatwerten in [mmol/l] wird die Herzfrequenz [Schläge/min] ermittelt. Es stehen somit drei Parameter zur Verfügung, die sich hervorragend eignen um gezielte Empfehlungen hinsichtlich der anzustrebenden Herzfrequenz im Training und Wettkampf zu geben.

Laktat- Stufentest - Wie viel kostet das?

Der Laktattest kostet 95,- Euro und eignet sich für Ausdauersportler (z. B. Läufer, Radfahrer, Triathleten, Walker, Skilangläufer) aller Leistungsstufen und kann die Basis für eine anschließende detaillierte Trainingsplanerstellungen sein. Aus den Ergebnissen des Stufentests können wir auch Rückschlüsse über Ihr bisheriges Training ziehen: ob bisher richtig, eher zu intensiv oder zu langsam trainiert wurde um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen.

Warum sollte gerade der Freizeitsportler seine Laktatwerte kennen?

Die Laktatmessung ist im Leistungssport unverzichtbar geworden. Laktat ist neben der Geschwindigkeit und der Herzfrequenz die wichtigste Messgröße für die Trainingsplanung und Belastungssteuerung. Aber insbesondere ambitionierte Freizeitsportler, die gerne herzfrequenzorientiert trainieren möchten, können davon profitieren.

Aerobe Energiebereitstellung

Für eine effektive Tätigkeit der Muskeln ist die Bereitstellung von Energie notwendig. Bei leichter körperlicher Belastung erfolgt der Abbau der Fettsäuren über den aeroben (sauerstoffgebundenen) Energiestoffwechsel. Da Fett als Energiespeicher bei den meisten Menschen im Überschuss vorhanden ist, sollte das Augenmerk auf die Fettverbrennung gelegt werden. Das bedeutet, dass Sie Ihre HF-Werte der Fettverbrennungszone genau kennen müssen.

Anaerobe Energiebereitstellung

Bei erhöhter muskulärer Belastung erfolgt die Energiebereitstellung zunehmend ohne Mitwirkung von Sauerstoff und zwar durch die so genannte anaerobe Glykolyse bzw. laktazide Energiebereitstellung. Als Stoffwechselprodukt entsteht Milchsäure, deren Salz als Laktat bezeichnet wird.
Bei körperlicher Belastung wird aber nicht nur Laktat gebildet, sondern auch abgebaut. Solange sich der Laktatwert auf einem Niveau befindet, bei dem das Verhältnis von Laktatbildung und Laktatabbau ausgewogen ist (steady state), kann die Trainingsbelastung weiter gesteigert werden.

Die aerob-anaeroben Schwelle

Ab einem bestimmten Belastungsniveau, abhängig von der individuellen Verfassung des Sportlers, nimmt der Laktatwert jedoch überproportional zu, wenn durch den zunehmend anaeroben Stoffwechselanteil mehr Laktat gebildet wird, als durch den aeroben Stoffwechselweg wieder abgebaut werden kann. Dann spricht von der aerob-anaeroben Schwelle.

Trainingseffekte und Trainingsziele

Es ist sportmedizinisch erwiesen und in der Fachliteratur oft dargestellt, dass bei einem gezielten Training im Bereich der aerob-anaeroben Schwelle eine deutliche Steigerung der Ausdauerleistung erfolgt. Dies erfolgt durch
  • die Erhöhung der Konzentration der am aeroben Stoffwechsel beteiligten Enzyme,
  • die Mitochondrien (Kraftwerke) werden größer und vermehren sich
  • und eine verstärkte Kapillarisierung (Vermehrung der Blutgefäße) sorgt für eine verbesserte Sauerstoffaufnahme der Muskelzellen.

Diese positiven Effekte sorgen schließlich für eine effizientere Energiegewinnung, sowie eine ausgeglichener Herztätigkeit. Es kommt zu einem Anpassungsprozess. Für leistungsorientierte Sportler bewirkt dies in erster Linie eine Leistungssteigerung, für Ausdauersportler deren primäres Ziel die Gewichtsabnahme ist, ist vermehrter Fettabbau die Folge.

Trainingsrisiken

Bei Überanstrengung bzw. unangemessenem Training, wie es bei übermotivierten Hobbysportlern oft zu sehen ist, treten zu hohe Laktatwerte oberhalb der anaeroben Schwelle auf. Hierdurch übersäuern die Muskelzellen, so dass die Leistungsfähigkeit der betroffenen Muskelbereiche rasch abnimmt und die erwünschten strukturellen Änderungen im Muskelgewebe (Kapillarisierung, Mitochondrien, wie oben beschrieben) kaum stattfinden. Dies führt zu einer weitgehenden Ineffizienz des Trainings, geringerem Fettabbau und im schlimmsten Fall sogar zu gesundheitlichen Schäden.

Trainingskontrolle: Leistungsdiagnostik mittels Laktatmessung

Ein Stufentest mit Laktatmessung ergibt die Laktatkurve. Durch die wiederholten Durchführungen eines Laktatestes im Abstand von 12-16 Wochen, kann man die Leistungsentwicklung objektiv durch Übereinanderlegen der Laktatkurven verfolgen und gezielte Trainingsempfehlungen geben.

Individueller anaerober Schwellenwert (IANS)

Die Laktatruhewerte liegen im Bereich von 0,9 bis 2,0 mmol/l. (Der Ruhewert kann durchaus höher sein als der Laktatwert bei einer moderaten Belastung. Daher ist auch ein Ruhe-puls als Maßgabe für die rechnerische Ermit-tlung eigentlich ungeeignet). Der anaerobe Schwellenwert liegt bei 4 mmol/l. Abhängig von den individuellen Stoffwechselverhältnissen kann der IANS – der individuelle anaerobe Schwellenwert – bei Sportlern jedoch bis zu 1 mmol/l höher oder niedriger sein und kann durch Stufentests individuell ermittelt werden.
Sportler, die Sicherheit darüber bekommen möchte, in welchen Herzfrequenzbereichen sie trainieren sollten, wem die gut gemeinten aber meist fehlerhaften Ratschläge der Lauffreunde („Du hast 140, du trainierst ja viel zu schnell“) zu unpräzise sind, der kommt um einen Laktattest nicht herum. Das Wissen um die eigenen individuellen Herzfrequenz-Trainingszonen kann im Training den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

 
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